Dieses Konzept habe ich im Rahmen eines Auftrages im Jahr 2006 für ein Künstler-Studio erarbeitet, welches sich unter anderem auch mit Bodypainting seinen Lebensunterhalt verdient. Visualisiert werden sollte ein fließender Prozess von alten Techniken und großen Meistern in der Verbindung der Ästhetik des menschlichen Körpers.

Dem geschulten Auge wird sofort aufgefallen sein, dass ich mich an dieser Arbeit auch für die Umsetzung dieses Blogs angelehnt habe. Deshalb ist es das erste Konzept, das ich gerne hier vorstellen und auch besprechen möchte.

Grundsätzlich habe ich in diesem Fall lange über die Grundidee nachgedacht – wie Designprozesse eben nunmal ablaufen – und doch eine andere Umsetzung gefunden. Den Kunden konnte ich in diesem Fall allerdings trotzdem nicht überzeugen. Im Nachhinein ist mir auch bewusst warum.

Allgemein kann man sagen, dass die Idee nicht sagenhaft neu ist, die Darstellung als solche empfinde ich aber in der Tat als sehr ordentlich. Ich denke aber fast, dass diese Studie eher etwas für die Gestaltung der Geburtshilfestation eines Krankehauses wäre, als für ein Künstler-Studio, welches sich unter anderem mit Bodypainting beschäftigt.

Nachdem ich das erkannt habe, fertigte ich für das Künstler-Studio eine andere Darstellung, die hier nicht weiter erwähnenswert ist, denn sie hat zwar Beachtung gefunden, ist aber in sich mit keinem weiteren konzeptionellen Background versehen. Trotzdem beschäftigte ich mich weiter mit der Thematik der „Geburtshilfestation“ und bearbeitete die Darstellung weiter, für mich ganz persönlich – auch aus persönlichen Gründen. Das Ergebnis ist das anhängende Bild welches meinen Ansprüchen an ein Mock-Up ausreichend erfüllt. Bodypainting nenne ich diesen Beitrag, weil mit diesem Thema die Entwicklung damals begonnen hatte.

Mich würde interessieren, was andere Designer zu dieser Darstellung und vor allem zu diesem Prozess zu sagen haben, wie sie die Arbeit bewerten und einschätzen – und ob es Ihnen oftmals auch so ergeht. Selbstverständlich ist mir bewusst, dass sich wahrscheinlich nichteinmal eine Geburtshilfestation finden lassen würde, die diese Arbeit verwenden würde, denn dazu ist die Darstellung DaVinci’s zu weit weg vom Thema an sich. Diesen Anspruch habe ich an diese Arbeit aber auch gar nicht.

Bodypainting

Ich bin immer wieder überrascht, wie sich gestalterische Prozesse eben nicht linear bewegen sondern in einem steten Fluss befinden. Und auch dieser Gedanke wird in dieser Arbeit widergespiegelt – wenn auch nur nebenbei zu erwähnen.

Gerne berichte ich auch bei Interesse, welche Techniken ich verwendet habe. Fragen zum Bildmaterial nehme ich vorweg: Die benötigten Fotografien für diese Arbeit habe ich hochauflösend bei einem günstigen Stockimage-Anbieter – Fotolia – gefunden.

Ich freue mich über rege Anteilnahme,
Florian Hirschmann